Der Goldpreis ist in den letzten Jahren wieder verstärkt in den Fokus der Medien gerückt. Je weiter der Goldpreis in der jüngsten Vergangenheit anstieg, desto größer war die Beachtung in der Öffentlichkeit. Dabei wird die Aussagekraft des Referenzgoldpreises im Euroraum oft überschätzt. Denn im hiesigen Währungsraum spielt der Goldpreis, der grundsätzlich in US Dollar pro Unze angegeben wird, keine wirklich große Rolle. Wirkliche Aussagekraft erlangt der Goldpreis erst dann, wenn auch das Wechselkursverhältnis des Währungspaares EUR/USD berücksichtigt wird.
So wirkt sich der Wechselkurs aus
Denn ein Goldpreis auf Rekordniveau bedeutet nicht zwangsläufig auch, dass sich auch in Euro gerechnet Höchstpreise erzielen lassen. Besonders bei der Geldanlage wird der Wechselkurs leider immer wieder vernachlässigt, obwohl EUR/USD regelmäßig starken Schwankungen unterlegen ist, die in kurzer Zeit eine Auf- oder Abwertung der einen gegenüber der anderen Währung im prozentual zweistelligen Bereich verursachen kann. Beispielsweise ist ein Wertzuwachs des Goldpreises in US Dollar um 1 Prozent für Anleger aus dem Euroraum nicht spürbar, wenn der US Dollar im gleichen Zeitraum um 1 Prozent gegenüber dem Euro an Wert verliert.
Goldpreis im Aufwärtstrend
Der Goldpreis, der sich nun schon seit einigen Jahren in einem Aufwärtstrend befindet, hat mittlerweile sowohl in Euro als auch in US Dollar Rekordstände erreicht. Daher stellen sich viele Menschen die Frage, ob eventuelle ein Goldpreiscrash bevorsteht. Grundsätzlich steigt die Gefahr von Verlusten zwar mit steigender Höhe des Goldpreises, allerdings spricht auch einiges dagegen. Das inflationsbereinigte Allzeithoch des Goldpreises liegt nämlich deutlich höher als der aktuelle Goldpreis.